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Bräuche & Sitten

Historisches & Traditionen

Traditionen und Bräuche prägen seit jeher die Art und Weise der Eheschließung, sei es aus Aberglaube oder dem Hochhalten alter Überlieferungen.. Obwohl man den Bräuchen heutzutage meist keine tiefe Bedeutung mehr zumißt, werden sie immer noch gerne zur Auflockerung der Feierlichkeiten verwendet. Wir wollen Ihnen an dieser Stelle einige Sitten und Bräuche näherbringen sowie auch einiges über die historischen Hintergründe berichten. Sicherlich werden Sie Tips und Anregungen erhalten, die auch Ihr Hochzeitsfest zu einem unvergeßlichen Erlebnis machen.

Altes Brauchtum:

 

Die gängigsten Bräuche:

Altes Brauchtum

Gwißmachen

Was man heute als Verlobung bezeichnet, war zu früheren Zeiten als "Gwißmachen" bekannt. Das "Gwißmachen" erfolgte im wesentlichen zwischen den Eltern des Paares und diente zur Feststellung des gegenseitigen Besitzstandes. Dies war wohl hauptsächlich im Höfegebiet notwendig, denn im Dorfgebiet kannte man den Hausstand des anderen sehr gut. Beim "Gwißmachen" wurde die Mitgift und der Hochzeitstermin von den Eltern festgesetzt. Ein Ehevertrag, also eine Niederschrift bei der "Obrigkeit" war durchaus üblich und diente vor allem zur Absicherung des "Ausgedinges", also der Altersversorgung der Eltern. Kirchlicherseits erfolgte dann das "Aufgebot" und das dreimalige Verkünden von der Kanzel. Dieses "Verkünden" erfolgt auch heute im ländlichen Bereich noch sehr oft. Die dörfliche Öffentlichkeit erfuhr somit von dem Ehevorhaben und konnte das bevorstehende Fest auch im Sinne des Brauchtums vorbereiten. In Niederösterreich z.B. kann man das Brauchtum vom 17. Jhdt. weg bis in die Neuzeit verfolgen.

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Brautmaut

In überlieferten Gesetzen des 15. und 16. Jhdt. erfährt man vom Brauch der "Brautmaut". Außerhalb des Ortes durften sich die Brautleute fast nirgends trauen lassen. Lockerungen erfolgten oft erst im 20. Jhdt. Es war auch geboten, "sich auf der Gassen ehrbar und zichtig zu erzaigen". Geheiratet wurde also im Ort und das Kommen eines Ehepartners, meist der Braut, aus einem anderen Ort, war mit gewissen Hemmnissen verbunden. Beim Passieren oder dem bloßen Durchfahren der Braut durch die Gemeinde war eine "Brautmaut" zu entrichten. Witwen wurden dabei meist mit doppelter Brautmaut belegt. Derartige Wegerschwernisse wurden von den Herrschaften nicht nur geduldet, sondern sogar gefördert. Aus Löschberg (NÖ) ist aus 1680 überliefert, daß die Braut, welche ohne Erlaubnis den Ort passierte, als Buße "ein schwarzes Kalb mit vier Füßen" an die Herrschaft zu geben hatte.

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Kranzltanz

Im 18. Jhdt. am Fuße des Dachsteins wurde von der Herrschaft festgelegt, daß die Brautleute des Ortes beim Kreuz unter dem Dachstein drei Tänze (Frontänze) auszutragen hatten und verpflichtet waren, der Herrschaft Kranz und Krapfen zu verehren. Im Gegenzug dazu sandte die Herrschaft den Hochzeitern eine "Kandl Wein" und gab drei Schüsse ab. Es waren also schon damals Hochzeitstänze üblich, es wurde getrunken, hochzeitlicher Lärm (drei Schüsse) gemacht und das Kranzgebäck gereicht. In Niederösterreich, aber auch in Oberösterreich, Teilen der Steiermark und Salzburg ist nach der Überlieferung vor allem an Dienstagen geheiratet worden. Es ist der im deutschen Sprachgebiet am weitesten verbreitete Hochzeitstermin. Erst die Neuzeit mit der standesamtlichen Hochzeit hat zu einer Lösung von den alten Terminen geführt. Die kirchliche Trauung wird nicht unbedingt zeitlich angeschlossen, sondern am nächsten Feiertag oder Sonntag abgehalten. Niederösterreich hat niemals so große überschäumende Feste gekannt wie z.B. das oberösterreichische Innviertel. Zahlreiche behördliche Regelungen aus der Zeit der Gegenreformation und der Aufklärung haben die Feste in NÖ eingeengt. So durften vermögende Leute nicht mehr als 44 Personen, ärmere jedoch nur bis 20 Personen einladen. Auch waren nur eine begrenzte Anzahl von Speisen erlaubt und jede Hochzeit sollte mit drei oder vier Mahlzeiten am dritten Tage abgeschlossen werden.

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Ba Auswerfen

Adelige und bürgerliche Hochzeiten ab dem 16. Jhdt. wurden verhältnismäßig gut dokumentiert. So erfährt man dadurch vom sogenannten "Ba-Auswerfen", dem Verteilen des Kranzgebäcks. Brauchtümliches Lärmen, lautes Juchzen und Schreien sowie das festliche Schießen waren durchaus üblich. Meist erfährt man darüber jedoch nur, wenn damit ein Verbot übertreten wurde. Aus dem Waldviertel 1772 erfährt man, daß bei der Trauung ein Rosmarienzweig und ein "Limoniapfel" geopfert wurden. Dies war jedoch vor allem in protestantischen Gebieten üblich. Die Überlieferungen erzählen auch vom Schenken und Ausstatten. Zum Möbelbrauchtum gehört z. B. das Schenken von eigenen Hochzeitskästchen, Truhen, Kästen, Wiegen und Betten, die mit Hochzeitssinnbildern verziert waren.

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Heanatanz

Als "Heanatanz" (Hühnertanz) wird eine Veranstaltung bezeichnet, die vor der Hochzeit im Hause der Braut abgehalten wird. Zu diesem Vergnügen finden sich Freunde und Freundinnen der Braut und deren Angehörige ein, welche Ihr "besseres G´wandt angelegt" haben, um den Abschied des Mädchens von der "Freiheit" und vom Elternhaus zu feiern. Es ist eine Art von Polterabend, bei dem mit launigen Einlagen, Trinksprüchen, Pfänderspielen und Tanz oft recht ausgiebig gefeiert wird. Der Bräutigam bleibt bei dieser Gelegenheit schön brav zu Hause. Der Ausdruck "Heanatanz" kommt wahrscheinlich davon, daß früher die Hühner bei dieser Veranstaltung in die Stubn gelassen wurden, um der Braut Fruchtbarkeit zu wünschen.

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Werbebrauchtum und Hochzeitslader

Zum Werbebrauchtum gehört die persönliche Einladung der Gäste durch das Brautpaar oder dem Hochzeitslader. Die Tätigkeit des Hochzeitsladers geht zurück auf die Zeit, da es speziell am Land noch keine Postverbindungen gab. Leider kommt dieses Brauchtum mehr und mehr ab. Der Hochzeitslader ist vermutlich ein Verwandter, Freund oder sonst eine gewandte, sprachkundige Persönlichkeit des Ortes. In Gegenden mit ausgeprägtem Hochzeitsbrauchtum leitet er die mindestens einen Tag und eine Nacht dauernde Festlichkeit ganz selbständig. Er ist somit neben Braut und Bräutigam die wichtigste Persönlichkeit. Sein Lied und Sprachgut, welches sehr umfangreich sein kann, ist meist schriftlich festgelegt. Früher war es üo;blich, daß der Hochzeitslader zunächst die Braut einlud. Diese hatte sich zu zieren, auch wenn Sie Ihr Ja-Wort am liebsten gleich gegeben hätte. Es war die Aufgabe des Hochzeitsladers, die Braut von den Vorzügen des Bräutigams zu überzeugen. Darauf erhielt der Hochzeitslader einen Stab oder Stecken, der mit bunten Bändern aus Seide oder Papier verziert war, in Knopfloch oder auf dem Hut ein Sträußchen Rosmarin. Dann steckte ihm die Braut einen Zettel zu, auf dem all diejenigen standen, die einzuladen waren. Der Hochzeitslader wird in manchen Gegenden, wie z. B. im Mostviertel und der Eisenwurzen von einem Musikanten begleitet, der die Vierzeiler des Hochzeitsladers musikalisch unterstreicht. Bei allen Aufgaben, die der Hochzeitslader zu bewältigen hat, darf er seinen Stecken nie aus den Augen verlieren. Wenn er ihn verliert, gibt es keine andere Möglichkeit, als ihn vom Finder mit Bier auszulösen. Selbstverständlich befinden sich unter den Gästen immer welche, die somit g%uuml;nstig zu "einer Maß" kommen wollen. Sie lassen den Hochzeitslader nicht aus den Augen. Ist der Stock auch nur für einen Augenblick unbeaufsichtigt, so ist er schon verloren.

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Pfiaten

Beim "Pfiaten" hat sich die Braut früher vor den Eltern hingekniet und Ihnen für erwiesene Wohltaten gedankt und den Segen der Eltern erbeten. Im Wechselgebiet ist das "Brautausbitten" üblich, wobei der Brautführer im Namen der Braut bei den Eltern Abschied nimmt. Dann stellt er den Hochzeitszug zur Kirche zusammen. Den Hochzeitsgästen voran geht die Musik. Die Reihenfolge der Hochzeitsgäste ist je nach Gegend verschieden. Die kirchliche Trauung wurde und wird noch vielfach mit Opfergang und Johannessegen begangen. Nach der Trauung formiert der Brautführer wieder die Gäste. Allen voran verläßt jetzt das Brautpaar die Kirche und der Hochzeitszug begibt sich zum Hochzeitshaus, bzw. dem Wirtshaus, wo die Hochzeitstafel vorbereitet ist.

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Fürziehen

Am Weg dorthin wurde und wird nicht selten das "Fürziehen" durchgeführt. Diese Wegesperre führt zurück auf die "Brautmaut" und ist im ganzen Lande unter verschiedenen Namen üblich. Wo die Brautmaut im Mittelalter nur für dorffremde Bräute üblich war, wird das "Fürziehen" auch innerhalb des Dorfes durchgeführt. Die Lösung des letzten Hindernisses besteht in einer Spende an die Dorfburschen und -mädchen, aus deren Gemeinschaft das junge Paar nun eben ausscheidet. Im Gegenzug zur Spende reichen die jungen Leute den Hochzeitsg%auml;sten oft Wein. Erst wenn der letzte Hochzeitsgast davon getrunken hat, wird die Sperre aufgelöst.

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Brautstehlen

In manchen Gegenden ist jetzt bereits der Zeitpunkt fürs "Brautstehlen" gekommen. Dieses kann schon einige Zeit dauern. Die Braut wird in ein Wirtshaus entführt, wo auf Kosten des Bräutigams kräftig gezecht wird. Im Anschluß daran geht es zum Hochzeitshaus, wo plötzlich die Tür verschlossen ist. In vielen Gegenden steht vor dem Tor ein Tisch oder Sessel mit Brot und einem Glas Wasser, als Mahnung zur Sparsamkeit. Oft findet man auch einen Besen, eine Pfeife u.s.w. Die Hochzeitsgäste beobachten nun, nach was der Bräutigam zuerst greift. Manchesmal muß die Zeremonie des Einlaßes auch mit vielen Vierzeilern vom Brautführer erzwungen werden. Ab und zu tritt auch ein vermummtes Paar auf, welches ein angeblich uneheliches Kind (Puppe) vorweist. Auch diese Hindernisse müssen durch das Brautpaar mit einer Spende gelöst werden. Oft, z.B. im Burgenland und im Weinviertel wird an der Stelle ein Blumentopf (Teller) zerbrochen. Die Braut kehrt die Scherben weg und man beobachtet, ob Sie "das Glück" ins Haus hinein kehrt. Ebenfalls an der Schwelle findet das "Ba-Werfen" statt. Meist wird der Braut beim Eintritt ins Haus der größte, mit Blumen geschmückte "Ba" überreicht. Sie schwenkt das Kranzgebäck mehrfach über den Kopf und wirft es dann in die Menge, welche das Gebäck zerreißt, weil jeder ein Stück davon haben möchte. Oft sind Stricke eingebacken, die das Zerreißen erschweren. Die außergewöhnlich starke Sinnbildhaftigkeit dieser Kranzgebäcke führen uns zum Ehering wie zum Jungfrauenkranz. Das Zerreißen des Gebäcks wiederum bringt die Anteilnahme der Gemeinschaft an einem derartigen Ereignis zum Ausdruck. In manchen Gegenden findet beim %Uuml;bertreten der Schwelle das "Gesundheitstrinken" oder auch "Trepperltrunk" genannt, statt. In der St. Pöltner Gegend findet das "Breilöffelkaufen" statt, bei dem die Köchin und die Küchenmädchen Hirsebrei anbieten, worin mehrere Löffel steckten. Bräutigam und Braut mußten sich bedienen und dafür spenden. Der Hochzeitslader hatte dabei wieder seine Vierzeiler abzusingen. Vor dem Hochzeitsmahl werden fast überall in NÜ noch die drei "Ehrentänze" getanzt, die volksrechtlich wohl die eigentliche Verheiratung bedeuten. In der Regel tanzen den ersten Tanz die Brautleute, den zweiten die Brautleute und die Brautführer, den dritten dann auch die anderen Hochzeitsgäste. In manchen Gegenden geht dann die Braut "das Kraut einsalzen", d.h. die Braut gibt den Hochzeitsköchen ein spezielles Trinkgeld. Dann erst erfolgt das Hochzeitsmahl. In manchen Gegenden erfolgt dann das Kranzlabtanzen und nach einiger Zeit drängen sich die "Maschkerer" ein. Die Dorfburschen haben sich verkleidet und machen einen Besuch im Festsaal. Sie sind unkenntlich vermummt,. Sprechen nichts und werden vom "Ausparierer" oder "Hanswurst" angeführt, der dem Bräutigam, einen fingierten Paß vorweist, der Ihn zu drei Tänzen berechtigt. Den ersten tanzen die Maskierten untereinander, dann werden Partnerinnen aus der Schar der Hochzeitsgäste gewählt, was mit viel Lärm und Geschrei verbunden ist. Die "Pässe" sind lange Rügegedichte, in denen jedem Teilnehmer "eins am Zeug geflickt" wird. Der Brautführer, von dem die Reime meist stammen, liest diese vor, was vom Hanswurt mit seinen stummen Späßen untermalt wird. Diese lange Zeremonie hat sich speziell in der Buckligen Welt lebendig erhalten.

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Hoamfiahrn

Im Wechselgebiet wurde das Brautpaar in das neue Wohnhaus gebracht. Die Übergabe des Hausschlüssels durch die alte Bäuerin ist sicherlich von den vorherigen Maßnahmen zur Hofübergabe abhängig. Wenn wirklich übergeben wird, so segnet die Mutter die Braut und führt sie zum Herd.

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Die gängigsten Bräuche

Brautgroschen sammeln

Auch heute noch sammeln junge Mädchen Groschen, um sich damit ihre Brautschuhe selbst zu kaufen, damit das Glück für die Ehe gesichert ist. Nach alten Überlieferungen war das Groschensammeln der Beweis für die Sparsamkeit der Braut.

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Um die Hand anhalten

Heute ist es leider nicht mehr üblich, daß der Bräutigam bei den Eltern der Braut um die Hand ihrer Tochter anhält. Sollten Sie dennoch den Wunsch haben, es zu tun - nur zu! Die Brauteltern werden sich über diese Geste sicherlich sehr freuen. Eine kleine Aufmerksamkeit, die der Bräutigam der Mutter und dem Vater überreicht, erleichtert das Gespräch sicherlich. Die Hochzeitszeitung Freunde stellen gemeinsam eine Zeitung zusammen, in der Nachrichten, der Wetterbericht etc. verlautbart werden. Nachrichten, die sich aber ganz speziell auf das Brautpaar beziehen. Je origineller, desto besser. Von "Who is Who" bis zu Inseraten über Koch, bzw. Bastelkurse wird dem Brautpaar ein schönes Andenken bereitet.

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Polterabend

Der Polterabend hatte in der Vergangenheit die Bedeutung, böse Geister durch den Lärm, das Zerschlagen von Geschirr macht, zu verjagen. Heute glaubt man nicht mehr an böse Geister, sondern veranstaltet das Poltern, weil es Spaß macht und die Freunde dem Brautpaar damit viel Glück wünschen wollen. Es ist aber auch durchaus üblich, den Polterabend als Abschied vom Junggesellenleben zu veranstalten. Dabei wird nicht nur Porzellan (die alte Kaffeeschale von der Braut und vom Bräutigam) zerschlagen, sondern es werden auch diverse Juxartikel wie Konfetti, Luftballons, Papierschlangen, Toilettenpapier und ähnliches verwendet. Das Paar muß die Scherben und die anderen Utensilien selbst wegwerfen, damit ihnen das Glück auch wirklich hold bleibt.

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Kellentanz

Einer der Höhepunkte des Polterabends ist zweifelsohne der Kellentanz. Dabei bewaffnen sich die Gäste mit Töpfen und Deckeln und marschieren lärmend durch die Wohnung des Brautpaares. Dies hat den tieferen Sinn, die bösen Geister zu vertreiben.

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Etwas Altes-Neues-Blaues-Geliehenes

Es ist schon sehr lange üblich, daß die Braut am Tag ihrer Hochzeit etwas Altes, etwas Neues, etwas Blaues und etwas Geliehenes trägt. Die Überlieferung besagt, daß ihr dadurch viel Glück und eine sonnige Zukunft sicher sind.

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Blumenstreuen

Es ist einer der schönsten Bräuche, den wir aus alten Überlieferungen kennen. Er symbolisiert die Fruchtbarkeit, die durch das Streuen der Blumen auf dem Weg zum Traualtar angelockt werden soll. Dem Brautpaar soll dadurch reicher Kindersegen beschert werden und der oft steinige und beschwerliche Weg der Ehe soll geebnet werden.

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Werfen von Reis- oder Getreidekörnern

Ähnlich wie das Blumenstreuen dient es der Bitte um Fruchtbarkeit für das Brautpaar. Diese Sitte stammte ursprünglich aus dem asiatischen Raum.

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Hochzeitsspalier

Oft müssen Brautpaare beim Verlassen der Kirche durch ein Spalier der Gäste und Freunde schreiten. Dabei wird versucht, das Paar am Durchlaufen zu hindern. Dahinter steckt die gemeinsame Überwindung von Stolpersteinen in der Ehe.

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Weg versperren

Ein in ländlichen Gegenden noch immer üblicher Brauch. Beim Verlassen der Kirche wird dem Brautpaar meist von Kindern oder Burschen durch Bänder oder Schnüre der Weg versperrt. Sie müssen sich dann mit Geld, Wein oder Süßigkeiten den Weg in die Ehe freikaufen.

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Brautentführung

Früher war die Brautentführung eine sehr ernste Sache, da es oft auch vorkam, daß die Braut schon bei der Hochzeitszeremonie entführt wurde. Wenn der Bräutigam auf seine Braut nicht aufpassen konnte, war er auch nicht wert, sie zu heiraten. Heute dient dieser Brauch lediglich dazu, das Brautpaar für kurze Zeit zu trennen, um irgendwo einzukehren. Es gibt aber einige Regeln, die bei einer Entführung unbedingt beachtet werden sollten.Nie zu lange fortbleiben, da die "Übriggebliebenen" sich langweilen und dadurch die gute Stimmung verloren gehen könnte.Der Bräutigam sollte auf den Brautstrauß ganz besonders achten, da ihn dieser beim Auslösen der Braut von der Zahlungspflicht entbindet und die Entführer die gemachte Zeche selbst bezahlen müssen.

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Brautschuh versteigern

Eine lustige und für das Brautpaar sehr einträgliche Art der Versteigerung. Der Schuh der Braut wird vom Trauzeugen zum Verkauf angeboten. Einer der Gäste geht mit einem Hut herum und jeder Bieter zahlt den Differenzbetrag zum Vorbieter in den Hut ein. Es geht immer der Reihe nach, sodaß als Allerletzter dann der Br%auml;utigam bietet, damit seine Frau wieder ein komplettes Paar Schuhe hat und sie bekommt auch noch den Hut samt Inhalt überreicht.

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Strumpfband werfen

Anschließend an das Werfen des Brautstraußes ist ein sehr beliebter Brauch das Werfen des Strumpfbandes. Diesmal sind es aber die unverheirateten M%auml;nner, die versuchen müssen, das von der Braut geworfene Strumpfband zu fangen. Der glückliche Fänger soll der nächste Bräutigam sein.

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Brautstrauß werfen

Einer der Höhepunkte, weil von vielen unverheirateten Mädchen herbeigesehnter Moment der Hochzeitsfeier. Die Braut dreht den unverheirateten Mädchen den Rücken zu und wirft den Brautstrauß hoch in die Luft, diejenige, die ihn fängt, soll die nächste Braut sein.

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Schleier abnehmen (oder Kranzltanz)

Wird bei vielen Hochzeitsfeiern neben dem Brautstraußwerfen als Höhepunkt angesehen. Die Brautmutter nimmt ihrer Tochter den Schleier ab. Die Braut wird in den Kreis der Mädchen geführt, die noch nicht verheiratet sind. Anschließend wird der Schleier von den Mädchen über die Braut als Dach ausgebreitet. Um die Braut wird nun ein Reigentanz aufgeführt. Die Braut nimmt nach dem Tanz den Schleier und steckt ihm demjenigen Mädchen auf, das ihrer Meinung nach die nächste Braut sein wird. Auch wird um Mitternacht ein Gedicht aufgesagt, die Braut muß über den Tisch springen, um zu zeigen, daß sie gesund ist. Der Schleier wird abgenommen, die Braut erhält stattdessen ein Kopftuch und einen Kochlöffel und im Anschluß daran müssen alle, die mit der Braut tanzen wollen, in einen Hut Geld werfen.

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Wohnung verwüsten

Ein bei Freunden des Brautpaares sehr beliebter Brauch um, den Eheleuten den oft mühsamen und steinigen Weg des Ehelebens klarzumachen. Dabei wird meistens das gesamte Geschirr angepatzt, die Schränke ausgeräumt und die Sachen in der ganzen Wohnung verteilt. Zusätzlich soll es auch schon vorgekommen sein, daß das Bett vollkommen zerlegt oder die Haustüre verbarrikadiert wurde. Es besteht aber auch die Möglichkeit, die ganze Wohnung auszuräumen. Das Brautpaar kann sich vor solch unliebsamen Überraschungen und Störungen in der Hochzeitsnacht nur schützen, wenn es diese in einem nahen Hotel verbringt. Doch sollte dieser Ort absolut geheim gehalten werden, um nicht wieder eine Überraschung zu erleben. Die ausführenden Freunde sollten jedoch von Eltern und Verwandten usw. zur Vorsicht gemahnt werden. Der Brauch endet nicht immer mit Heiterkeit. Es sollten keine Möbel oder Gegenstände beschädigt oder zerstört werden. Auch eine zu große Verwüstung der Wohnung kann zu Tränen führen und so sollte der schönste Tag im Leben wirklich nicht enden.

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Just Married

Mit dem Automobil ins Leben gerufen und aus Übersee importiert wurde der Brauch "Just Married". Die Brautpaare wurden von Freunden und Verwandten sehr lautstark auf den Lebensweg geschickt, indem man ihnen zahlreiche alte Dosen und Schuhe an die Stoßstange des Autos band- zusätzlich wurde dann noch ein Schild mit "Just Married" am Auto befestigt. Der Grund für diesen lauten Brauch ist, daß der Lärm die Armut und die bösen Geister für immer vertreiben soll.

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Über die Schwelle tragen

Hat das frischvermählte Paar die Hochzeitsfeier glücklich hinter sich gebracht, so kommt auf den Bräutigam nur mehr eine Kleinigkeit zu, die er aber sicherlich gerne auf sich nehmen wird. Wenn beide das erste Mal gemeinsam die neue Wohnung betreten, so muß der Bräutigam seine Braut über die Schwelle tragen. Dies hat den Sinn, so die Überlieferung - die Geister zu täuschen, nämlich, daß nur eine Person die Wohnung betritt.

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Morgengabe

Nach der Hochzeitsnacht wird vom Bräutigam üblicherweise die Morgengabe an die Braut überreicht. Als Zeichen der Liebe und als Erinnerung an den Hochzeitstag sollte dieser Brauch auch in Ihrer Planung berücksichtigt werden. Früher diente die Morgengabe der wirtschaftlichen Absicherung der Frau. So wurden in Adelskreisen Güter, Burgen und Ländereien der Braut zum Geschenk gemacht. Heute schenkt man eher goldene Schmuckstücke wie Medaillons, Ringe (besonders beliebt ist der Vorsteckring) Colliers, Uhren und Ohrgehänge. Doch kann auch die Braut dem Bräutigam eine Morgengabe überreichen. Den Geschenkideen sind diesbezüglich keine Grenzen gesetzt. Er wird sich sicherlich über ein Schmuckstück genauso freuen wie z.B. über ein Portraitfoto der Braut. Je individueller und phantasievoller die Morgengabe ist, desto wertvoller ist sie.

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